quo vadis, hellas verona?

eine bestandsaufnahme zu saisonbeginn

Verona im Spätsommer 2020. Ein bis dato ereignisreiches Jahr liegt hinter der Scaliger-Stadt. Angefangen bei der Corona-Pandemie, endend bei den Unwettern im August 2020 mit verheerenden Überschwemmungen – die ruhmreiche Stadt hat in seiner jahrhundertelangen Geschichte weitaus bessere Jahre erlebt.

Trotz alledem wird dem Veroneser Fußballfan das Jahr aus sportlicher Sicht dennoch positiv in Erinnerung bleiben können: Hellas Verona hat eine hervorragende Saison gespielt, eine völlig überraschende Top-Ten-Platzierung sowie ein enormer Wachstum des Ansehens waren die daraus resultierenden Folgen.

Doch genauso schnelllebig wie unsere Zeit allgemein ist auch der Fußball – und diese Zeit kann insbesondere für kleinere Vereine nach relativ erfolgreichen Saisons umso schwerer werden, so auch in diesem Sommer für die Gialloblu.

Die Euphorie nach Saisonende war dennoch weiterhin vorhanden, was weniger an den feststehenden Abgängen von diversen Leistungsträgern als eher an der Vertragsverlängerung Ivan Juric‘ wenige Wochen zuvor gelegen hatte.

Klar, das Vertrauen in Juric ist unfassbar hoch, nicht wenige Fans vergleichen ihn weiterhin mit Osvaldo Bagnoli, gehen fest davon aus, dass Juric fortlaufend jeden Neuzugang und vorhandenen Spieler bis bzw. über sein Limit pushen kann – eine Erwartung, die sicherlich nicht realitätsfern ist. Juric hat in der letzten Saison geliefert, hat Vorstellungen und Ziele komplett übertroffen, hat aus einer zusammengewürfelten Mannschaft eine funktionierende Einheit geschaffen, die ganz Italien mit tollem Fußball begeistert hat. Eine Mannschaft, deren Leistungsträger vorher nur Fußballkennern bekannt waren: In der Abwehr das Eigengewächs Marash Kumbulla mit dem kosovarischen Neuzugang Amir Rrahmani, im Mittelfeld Sofyan Amrabat, einst große niederländische Fußballhoffnung, zusätzlich noch Matteo Pessina, früherer italienischer Juniorennationalspieler. Natürlich gab es auch andere enorm wichtige Spieler in der Mannschaft wie Miguel Veloso, Davide Faraoni oder Marco Silvestri, doch der interessierte Leser ist sich schon bewusst, worauf die vorherige Aufzählung abzielt: Keiner der genannten Leistungsträger wird in der kommenden Saison für die Veroneser auf dem Platz stehen.

der status quo – oder wie das team derzeit aussieht…

Da die Anzahl der Transferbewegungen bei italienischen Vereinen aufgrund Leihen, Kaufpflichten und sonstiger Arten von Transfers traditionell sehr hoch und unüberschaubar ist, folgt nur eine Übersicht über die relevanteren aller Abgänge, inklusive Art und Volumen des Transfers (Quelle: transfermarkt.de; für eine vollständige Übersicht bitte hier entlang):

  • Marash Kumbulla (IV; AS Roma; Leihe; Gebühr €3,00 mio plus Kaufpflicht und Tauschdeal von drei Spielern)
  • Sofyan Amrabat (ZM; ACF Fiorentina; Offiziell „Rückkehr nach Leihe“, zuvor Ablösesumme in Höhe von €10,50 mio)
  • Amir Rrahmani (IV; SSC Napoli; Offiziell „Rückkehr nach Leihe“, zuvor Ablösesumme in Höhe von €14,00 mio)
  • Matteo Pessina (OM; Atalanta BC; Rückkehr nach Leihe)
  • Valerio Verre (OM; UC Sampdoria; Rückkehr nach Leihe)
  • Eddie Salcedo (MS; Genoa CFC/Inter; Rückkehr nach Leihe)
  • Valentin Eysseric (OM; ACF Fiorentina; Rückkehr nach Leihe)
  • Claud Adjapong (RV; US Sassuolo; Rückkehr nach Leihe)
  • Boris Radunovic (TW; Atalanta BC, Rückkehr nach Leihe)
  • Fabio Borini (HS; Vereinlos; Vertragsablauf)
  • Giampaolo Pazzini (MS; Vereinlos; Vertragsablauf)

Zu diesen aufgezählten Abgängen gesellen sich zahlreiche Abgänge zuvor verliehener Spieler, am nennenswertesten hierbei sind Luca Marrone (FC Crotone; €1,00 mio) und Liam Henderson (US Lecce; unbekannt).

Kurz zusammengefasst: Der Aderlass ist aus Sicht der Mastini leider nicht nur quantitativ enorm, sondern vor allem qualitativ besorgniserregend.

Positiv an der Situation der Verluste war sicherlich, dass wirklich alle Transfers schon seit Monaten feststanden, so auch der Abgang von Max Kumbulla, hier war lediglich der aufnehmende Verein unklar, was sich über die Wochen zu einer wahren Transfersaga mauserte:

In der Causa Kumbulla gab es beinahe täglich neue Wasserstandsmeldungen, wechselte er am einen Tag noch zu Inter, war es am nächsten Tag der fixe Transfer zu Lazio, bevor Juventus ins Rennen kam und Kumbulla schlussendlich völlig überraschend im Trikot der Giallorossi aus Rom landen sollte; in einem komplizierten Deal, der neben einer Leihe zudem noch eine Kaufpflicht sowie Mert Cetin und zwei Römer Jugendspieler (Diaby, Cancellieri) beinhaltetet.

Doch: Wie angesprochen hatten Präsident Setti, Sportdirektor D`Amico und Juric sehr viel Zeit, sich auf diese bevorstehenden Abgänge vorzubereiten. Dabei ergibt sich am Tag des Saisonstarts folgendes Resultat (wiederum die relevanten externen Zugänge, Quelle: transfermarkt.de):

  • Adrien Tamèze (DM; OGC Nice; €3,50 mio)
  • Koray Günter (IV; Genoa CFC; €2,00 mio nach vorheriger Leihe)
  • Kevin Rüegg (RV; FC Zürich; €2,00 mio)
  • Ivor Pandur (TW; HNK Rijeka; €0,90 mio)
  • Emmanuel Badu (ZM; Udinese Calcio; €0,80 mio nach vorheriger Leihe)
  • Mert Cetin (IV; AS Roma; Leihe mit Kaufplicht (siehe Kumbulla))
  • Giangiacomo Magnani (IV; US Sassuolo, Leihe mit Kaufplicht)
  • Ivan Ilic (ZM; Manchester City; Leihe mit Kaufoption)
  • Marco Benassi (ZM; ACF Fiorentina; Leihe mit Kaufoption)
  • Antonin Barak (ZM; Udinese Calcio; Leihe mit Kaufplicht)
  • Andrea Favilli (MS; Genoa CFC; Leihe mit Kaufoption)

Wenig überraschend führen die Scaligeri also den Weg fort, den sie bereits die letzten beiden Transferperioden so erfolgreich beschreiten konnten: Spieler, die aus verschiedenen Gründen ihr Leistungspotenzial nicht oder nicht mehr abrufen können oder konnten, werden zu dementsprechend günstigen Konditionen oder per Leihe mit der Option zum dauerhaften Verbleib geholt. Der Erfolg der vergangenen Monate sowie der vergangenen beiden Transferfenster rechtfertigt dieses Vorgehen allemal, doch blicken wir wenige Wochen zurück:

Nach wochenlanger Unklarheit verlängert Ivan Juric Mitte Juli endlich seinen auslaufenden Vertrag, die Vertragslaufzeit von drei Jahren ist für viele Beteiligte sehr überraschend. Die Prämissen für seine Unterschrift: Das eingenommene Geld wird reinvestiert, der Kader bleibt trotz der Abgänge von Leistungsträgern wettbewerbsfähig und der Verein kann so folgerichtig. weiter wachsen.

Fraglich, ob diese Grundvoraussetzungen für seine Unterschrift kurz vor dem Saisonstart erreicht wurden.

Weitsichtig gehandelt wurde jedoch allemal: Kevin Rüegg kann eine großartige Alternative werden, der Schweizer hat enormes Potenzial, wäre für Hellas ohne vorherige Knieverletzung sicherlich kein machbarer Transfer gewesen und bietet Juric neue Optionen (Faraoni oder Rüegg in die Dreierkette beispielsweise). Pandur soll ein großes Talent sein, ebenso Ilic. Magnani und Tameze könnten überraschen, ersterer sollte sich bei jetziger Personaldichte definitiv einen Stammplatz erkämpfen können und letzterer kennt den „Juric-Ball“ mit seinen Anforderungen durch seinen Aufenthalt bei Gasperini in Bergamo bestens.

Herausstechend sind aber sicherlich die Zugänge von Marco Benassi und Antonin Barak. Benassi war bis zur letzten Saison Stammspieler bei der Fiorentina und ist ein Spieler, dessen Potenzial schon seit Turiner Zeiten unbestritten ist. In der letzten Saison verkam der Mittelfeldspieler allerdings nur mehr zum Ergänzungsspieler mit wenig Einsatzzeiten, einer Mischung aus diversen Blessuren und allgemein einer Entwicklungsstagnation geschuldet. Beides Aussagen, die auch auf den tschechischen Nationalspieler Antonin Barak zutreffen: Nach einer grandiosen ersten Saison im Trikot Udineses ereilte ihn das gleiche Schicksal wie seinen italienischen Kollegen, das letzte halbe Jahr verbrachte Barak schließlich als Leihspieler bei Absteiger Lecce, mit zuletzt stark ansteigender Formkurve.

Zwei Transfers also, die durchaus Hoffnung machen. Kann „Magier“ Juric hier den gleichen Effekt wie bei vielen Spielern der Mannschaft der abgelaufenen Saison schaffen, werden sowohl Benassi als auch Barak absolute Schlüsselspieler.

Quod factum est – oder was noch passieren muss…

Beim Blick auf die Zugänge wird vor allem eins klar: Die größte Schwachstelle wurde noch immer nicht beseitigt: Nach wie vor ist kein neuer Mittelstürmer gekommen. Eine Tatsache, die den Veroneser Tifosi böse aufstößt, insbesondere angesichts der generierten Einnahmen wurde für diese Position ein Spieler erwartet, der sofort Tore liefern kann. Doch „lediglich“ Dusan Vlahovic (Fiorentina) geisterte lange durch die Gazzetten, ebenso der Ex-Veroneser Ernesto Torregrosso (Brescia) sowie Andrea Favilli (Genoa), der letztendlich per Leihe aus Genua kam.

Nichtsdestotrotz wird hier noch etwas passieren; um dem bisherigen personellen Aderlass (Salcedo, Pazzini) und der wenigen erzielten Tore in der letzten Saison weiterhin entgegenzuwirken, muss bzw. sollte zumindest ein weiterer Zugang auf dieser Position nachgewiesene Serie A-Qualität mitbringen.

Auch eine andere Achillesferse ist nach wie vor nicht ausgemerzt: Die für das Juric-System so immens wichtigen offensiven Halbpositionen. Borini hat den Verein lange zappeln lassen, seine Destination bleibt weiterhin unklar, seine Intention nach in Verona wiedergewonnener Spielzeit und Spielfreude ohnehin. Pessina ist bekanntermaßen (vorerst) wieder in Bergamo, Salcedo und Verre sind zu ihren Stammvereinen zurückgekehrt, im Falle des jungen Mailänders kann sich das nochmal ändern.

Vom Personal der vergangenen Saison bleibt somit lediglich Mattia Zaccagni übrig. Daher ist es durchaus möglich, dass Juric sowohl Benassi als auch Barak auf der Position neben Zaccagni Spielzeit geben wird, so dass einer der genannten neben Tamèze und Kapitän Veloso für das DM/ZM eingeplant ist und einer eher für die offensiven Halbpositionen, für welche auch Ilic zumindest eine perspektivische Option darstellt. Nichtsdestotrotz bedarf es auch hier insbesondere Zugänge mit Serie A-Qualität (Pessina).

Mit etwas Optimismus kann man zumindest die durch den Amrabat-Abgang entstandene Vakanz im Mittelfeld durch die Zugänge außer Acht lassen, doch auch für die Innenverteidigung ist nach Kumbullas Abgang eine weitere Verstärkung nicht verkehrt, will man die letztjährige defensive Stabilität aufrecht erhalten.

Oder aber man nimmt das Pokerspiel mit dem vorhandenen Personal an und vertraut (unter anderem) einer positiven Entwicklung von Magnani und Cetin – und vielleicht kann auch der quasi fixe Neuzugang in der Innenverteidigung, der argentinische Juniorennationalspieler Bruno Amione (Belgrano), einen ähnlich kometenhaften Aufstieg wie seinerzeit Max Kumbulla hinlegen…

summam subducere – oder welche vorhersagen daraus getroffen werden können…

Auch am Tag des Saisonstarts gibt es im Lager von Hellas Verona noch immer ehrlicherweise mehr Fragen als Antworten, zu viele Baustellen scheinen nicht fertiggestellt zu sein. Doch wie schätzen eigentlich neutrale Experten des geliebten Calcio die Lage bei Hellas sowie den Verlauf der kommenden Saison für die Veroneser ein?

Marius Soyke (Redakteur transfermarkt.de, Podcast SERIEAMORE, @MSoyke):

„Die zweite Saison ist ja für einen Aufsteiger nach dem Klassenerhalt oftmals besonders schwer, sagt man sich. Leistungsträger gehen, werden mit geringen finanziellen Mitteln mit neuen, günstigen Spielern ersetzt und dann muss man sehen, ob es erneut reicht. Das tritt auf Hellas alles zu. Die Achse um Kumbulla, Rrahmani, Amrabat, Verre und Pessina ist weg, mit Pazzini und Borini sind Stand jetzt zudem Führungsspieler gegangen (ersterer eher neben dem Platz). Ob die dazugeholten Tamèze, Rüegg, Cetin und Co. das werden auffangen können? Ich habe da meine Zweifel. Neben den klaren Abstiegskandidaten Crotone und Spezia ist Hellas für mich einer der Vereine, die bis zum Ende werden zittern könnten – gemeinsam mit Benevento, Udinese und – ich will es nicht beschreiben, aber ist so – Parma. Vielleicht überrascht mich Hellas ja aber auch noch mit 1, 2 starken Transfers.“

Mario Rieker (Redakteur/Producer/Kommentator DAZN, Podcast SERIEAMORE, @RemmideM):

„So leid es mir tut, aber Hellas wird große Probleme bekommen in dieser Saison. Die Weichen für die Zukunft sind durch die Verlängerung mit Ivan Juric gut ausgerichtet und prinzipiell gefällt mir die Herangehensweise des Vereins sehr gut, trotzdem wird es extrem schwer. Der Abgang Marash Kumbullas schmerzt sicherlich und wird auch die Defensive verändern. Mit Spezia und Crotone sehe ich auf jeden Fall zwei Teams hinter Hellas und dann beginnt aber schon der Kampf. Platz 18 machen Benevento, Genoa, Udinese Calcio und Hellas unter sich aus. Am Ende wird Verona das Team aus Udine aber noch hinter sich lassen und das so schwere zweite Jahr mit einem Erfolgserlebnis beenden.“

Sascha Baharian (Redakteur 90Plus und Kickfieber, Podcast CSN – Der Serie-A-Talk, @sascha_baharian):

„Nach dem frischgebackenen Wechsel von Marash Kumbulla zur Roma, geht meiner Meinung nach der Mercato dank der üppigen Ablöse für den Innenverteidiger erst richtig los für Hellas.

Bisher haben die Venetier jedoch kluge und überlegte Transfers getätigt. Vor allem die Verpflichtungen von Ruegg, Barak und primär Benassi stimmen mich enorm positiv auf die neue Saison ein.

Auch wenn es noch einige Baustellen, besonders in der Offensive gibt, vermute ich, dass Setti, D‘Amico und Juric trotz fehlender Gerüchte schon im stillen Kämmerchen für weitere kluge Neuzugänge die Weichen gelegt haben.

Sollten die „Gialloblù“ noch jede Position des offensiven Tridente stärken, wovon ich stark ausgehe, so denke ich, dass Hellas wieder gute Chancen besitzt auch im verflixten zweiten Jahr nach dem Aufstieg im gesicherten Mittelfeld zu landen.“

Rene Steinhuber (Podcast CSN- Der Serie-A-Talk; @Rene55753710):

„In der vergangenen Saison war Hellas Verona eine der Überraschungen der Serie A, sie beendeten die Liga auf dem 9. Tabellenplatz, diese Spielzeit erwarte ich ein schwieriges und zugleich spannendes zweites Jahr , in der Juric Ära, für Hellas Verona.

Auf Juric wartet eine große Aufgabe, die Erwartungshaltung und der Druck werden steigen, hinzu kommt das kein Gegner sie mehr auf die leichte Schulter nehmen wird.

Das Kompensieren der Abgänge um Leistungsträger wie Amrabat, Kumbulla und Rrahmani wurde mit Quantität und Qualität versucht zu kompensieren, man arbeitet hart am Transfermarkt um die schmerzlichen Verluste wett zu machen, Spieler wie Amione, Cetin sollen die IV verstärken, im zentralen Mittelfeld kamen unter anderem Tameze, Barak und Benassi. Ruegg für die RV soll eine weitere Alternative bieten.

Allerdings wurde es noch nicht geschafft einen hochwertigen Stürmer zu verpflichten, der auch schon vergangene Saison schmerzlich vermisst wurde, trotz der Fragezeichen um Pessina bleibe ich im Glauben, dass Hellas mit dem Abstieg wenig bis nichts zu tun haben wird, allerdings denke ich sie können das letzte Jahr nicht wiederholen und ich glaube ein einstelliger Tabellenplatz ist dieses Jahr nicht bzw. nur schwer zu erreichen.“

Der Tenor ist bei allen durchaus ähnlich, alle sind sich einig, dass es eine schwierige Saison werden wird, Hellas wird auch erneut als Abstiegskandidat gesehen, ähnlich wie in der italienischen Medienlandschaft. Tatsächlich ist es schwieriger denn je, eine valide Prognose treffen zu können. Auch in meinen Augen wird es eine sehr schwierige Saison, doch letztendlich gehen die Scaligeri trotz des Verlusts zahlreicher Leistungsträger in einer weitaus komfortableren Situation in die Saison als noch im Sommer 2019, als das „Pokerspiel“ noch weitaus weniger vorhersagbar war, wenn auch bei „geringerem Einsatz“ (keine Erwartungen). Logischerweise wird niemand mehr Hellas unterschätzen, doch es wurden erneut Spieler geholt, die unbestrittenes Potenzial besitzen, die entwicklungsfähig sind und sich in vielen Fällen beweisen müssen. Insbesondere Sportdirektor D’Amico hat hier einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet, weitsichtige Akquirierungen wie Amione, Pandur oder Ilic lassen auch für die langfristige Zukunft positives erhoffen.

Damit die neue Saison auch eine erfolgreiche wird, sind für mich folgende Faktoren ausschlaggebend:

  • Die Mannschaft muss sich schnell finden und eine Einheit werden.
  • Juric muss da weitermachen, wo er aufgehört hat: Den neuen Spielern schnellstmöglich sein Denken vom Fußball nahe zu bringen und ihre schlummernden Potenziale ausschöpfen.
  • Ein Stürmer von Serie A-Format muss noch in dieser Transferperiode kommen.
  • Ebenso ein Spieler mit diesem Format für die offensiven Halbpositionen, vorzugsweise Pessina, der das System kennt und keine Eingewöhnungszeit braucht.

Treten diese Faktoren ein, wird man die Saison erneut ohne großartige Abstiegssorgen gestalten können. Andernfalls kann es hart werden…

Meine Prognose: Trotz aller Baustellen verfolgen alle Verantwortlichen einen genauen Plan und haben sich ihren unbegrenzten Vertrauensvorschuss durch die letzte Saison redlich verdient. Am Ende wird es Platz 12 und der frühzeitige Klassenerhalt.

player-to-watch

Ivan Ilic. Der talentierte serbische U21-Nationalspieler könnte insbesondere zu Saisonbeginn auf einer der offensiven Halbpositionen aufgrund der dortigen dünnen Personaldecke viel Spielzeit bekommen. Sollte er seine Spielminuten nutzen können und schnell Selbstvertrauen entwickeln, kann Ilic eine der Überraschungen in Veronas Kader werden. Das Potenzial dafür sollte zweifellos vorhanden sein.

Auch Mattia Zaccagni steht diese Saison noch mehr im Blickpunkt: Fängt der Italiener endlich an regelmäßig Tore zu schießen, ist auch der Zug namens „EM 2021“ noch nicht abgefahren…

mögliche aufstellung am ersten spieltag

Silvestri – Cetin, Günter, Empereur – Faraoni, Dimarco – Barak, Veloso – Ilic, Zaccagni – Di Carmine

tifoso del verona


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