20-21: la stagione gialloblù – che resta?

Normalerweise sind Rückblenden keine große Sache. Auch im Falle der aktuellsten Saison von Hellas Verona sollten sich hier eigentlich nur wenige Komplikationen auftun. Eigentlich, denn leider kann man unter den gegebenen Umständen gar nicht zurückblicken, ohne potenzielle Entwicklungen und Ängste der Zukunft außen vor zu lassen.

gialloblù superstar – 12 maggio 1985

Der 12. Mai steht für tifosi der Scaligeri aus Verona für etwas ganz besonderes: den bis heute einzigen Gewinn des scudetto. Als Architekt dieses einzigartigen Erfolges gilt hierbei Osvaldo Bagnoli; ein Name, den jedes Kind in Verona noch heute kennt. Ein kleiner Einblick in die Veroneser Welt unter Osvaldo Bagnoli.

quasi la morte

Der 34. Spieltag der Serie A steht an, unter anderem besuchen die Bianconeri aus La Spezia die Gialloblu aus Verona in deren Wohnzimmer, dem Bentegodi.

Während es für die Ligurier immer noch um den Klassenerhalt geht, scheint es für Verona offensichtlich nur noch um die goldene Ananas zu gehen – vermeintlich, denn jeder Veroneser tifoso will in Spielen gegen Spezia das verführerische Gefühl der süßen Rache und Befriedigung verspüren.

muore un papa se ne fa un’altro

Ivan Juric blickte kurz auf den Boden. Es schien, als wolle er der Frage der Sky-Reporterin eigentlich ausweichen, nur um sich dann doch zu äußern: „Non lo so se resterò, bisogna vedere quello che si vuole fare. Personalmente voglio competere, non mi interessano soldi e contratti. Nel momento in cui c’è la possibilità di crescere come squadra meglio, ma è il Presidente a decidere.“

motivi di una rivalità storica

(…) soll es hier und heute um etwas anderes gehen: 

Um die rivalità schlechthin – das Derby del Veneto.

Und somit um eine seit Jahrhunderten bestehende Feindschaft zweier Städte, die sich gerade einmal um die 50 Kilometer voneinander entfernt befinden und deren Einwohner sich noch nicht mal die Strände der venetischen Adriaküste teilen. 

Denn: Die Veroneser Erzrivalen verspeisen keinen pandoro, viel mehr fressen sie Katzen.

„effetto domino“ und juric

Juli 2019 – Hellas Verona ist mit Ach und Krach zurück in die italienische Beletage aufgestiegen. Trotzdem soll ein neuer Trainer her, aus diversen Gründen.

Die Wahl fällt letztendlich auf den Kroaten Ivan Juric, seines Zeichens langjähriger Spieler von Genoa, später Trainer in Crotone und (mehrfach) erfolglos beim Genoa CFC. 

Eine Verpflichtung, die nicht unbedingt für Jubelstürme im Veneto sorgte: zu groß die Unsicherheit, zu groß das fehlende Vertrauen seitens der Fans in einen Coach, der in der Serie A bereits verbrannt schien.

quo vadis, hellas verona?

Eine Bestandsaufnahme zu Saisonbeginn

Verona im Spätsommer 2020. Ein bis dato ereignisreiches Jahr liegt hinter der Scaliger-Stadt. Angefangen bei der Corona-Pandemie, endend bei den Unwettern im August 2020 mit verheerenden Überschwemmungen – die ruhmreiche Stadt hat in seiner jahrhundertelangen Geschichte weitaus bessere Jahre erlebt.

Trotz alledem wird dem Veroneser Fußballfan das Jahr aus sportlicher Sicht dennoch positiv in Erinnerung bleiben können: Hellas Verona hat eine hervorragende Saison gespielt, eine völlig überraschende Top-Ten-Platzierung sowie ein enormer Wachstum des Ansehens waren die daraus resultierenden Folgen.