sajuti, venezia!

Es war eines der bestimmenden Themen der letzten Wochen: ChievoVerona muss aufgrund finanzieller Verfehlungen den Gang nach unten antreten, raus aus der B, bis mindestens in die D. Während deutsche Medien ob des Untergangs des sympathischen Underdogs aus der Stadt, die jeder deutsche Tourist doch ohnehin irgendwann einmal im Rahmen eines Gardasee-Urlaubs besucht hat, fast ausnahmslos in Melancholie verfielen, war der Tenor in Verona ein ganz anderer: Gleichgültigkeit.

d’un male nasce spesso un bene – anche a verona

Am Mittwoch, dem 16. Juni 2021, startete endgültig eine neue Ära in der Stadt Verona, genauer gesagt: im Nobelhotel Due Torri. Steht man auf der Dachterrasse der luxuriösen Herberge, offenbart sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt mitsamt der mittelalterlichen Gemäuer, die zu Füßen liegen scheinen – auch die so auffallend grüne Etsch, welche die Stadt wie eine Schlange durchzieht und die Mittelalter und Neuzeit trennt, ist deutlich zu erblicken; ebenso die Hügel, welche die Stadt mit ihren charakteristischen Zypressen nahezu malerisch einrahmen.

decennio di setti

Präsident Maurizio Setti hat der gestrigen Gazzetta dello Sport ein ausführliches Interview mit einigen sehr interessanten Aussagen gegeben. Anlass war sein kommendes, zehnjähriges „Besitzjubiläum“ – und er hat einige interessante Aussagen getroffen.

„was, der war bei hellas?!“ – #1

Die Hellas-Fans haben über die Jahre viele Spieler Kommen und Gehen sehen. Die meisten dieser Spieler werden heute, vor allem natürlich in Deutschland, nicht mit dem „Provinzverein“ aus der Stadt von Romeo und Julia in Verbindung gebracht.
In dieser – vielleicht bereits bekannten – Serie werden Spieler vorgestellt, die während ihrer Karriere das Trikot der Gialloblu getragen haben und später eine erfolgreiche Karriere erlebten, heute jedoch mit anderen Vereinen assoziiert werden.

Den Anfang macht Adrian Mutu.

20-21: la stagione gialloblù – che resta?

Normalerweise sind Rückblenden keine große Sache. Auch im Falle der aktuellsten Saison von Hellas Verona sollten sich hier eigentlich nur wenige Komplikationen auftun. Eigentlich, denn leider kann man unter den gegebenen Umständen gar nicht zurückblicken, ohne potenzielle Entwicklungen und Ängste der Zukunft außen vor zu lassen.

gialloblù superstar – 12 maggio 1985

Der 12. Mai steht für tifosi der Scaligeri aus Verona für etwas ganz besonderes: den bis heute einzigen Gewinn des scudetto. Als Architekt dieses einzigartigen Erfolges gilt hierbei Osvaldo Bagnoli; ein Name, den jedes Kind in Verona noch heute kennt. Ein kleiner Einblick in die Veroneser Welt unter Osvaldo Bagnoli.

quasi la morte

Der 34. Spieltag der Serie A steht an, unter anderem besuchen die Bianconeri aus La Spezia die Gialloblu aus Verona in deren Wohnzimmer, dem Bentegodi.

Während es für die Ligurier immer noch um den Klassenerhalt geht, scheint es für Verona offensichtlich nur noch um die goldene Ananas zu gehen – vermeintlich, denn jeder Veroneser tifoso will in Spielen gegen Spezia das verführerische Gefühl der süßen Rache und Befriedigung verspüren.

muore un papa se ne fa un’altro

Ivan Juric blickte kurz auf den Boden. Es schien, als wolle er der Frage der Sky-Reporterin eigentlich ausweichen, nur um sich dann doch zu äußern: „Non lo so se resterò, bisogna vedere quello che si vuole fare. Personalmente voglio competere, non mi interessano soldi e contratti. Nel momento in cui c’è la possibilità di crescere come squadra meglio, ma è il Presidente a decidere.“

motivi di una rivalità storica

(…) soll es hier und heute um etwas anderes gehen: 

Um die rivalità schlechthin – das Derby del Veneto.

Und somit um eine seit Jahrhunderten bestehende Feindschaft zweier Städte, die sich gerade einmal um die 50 Kilometer voneinander entfernt befinden und deren Einwohner sich noch nicht mal die Strände der venetischen Adriaküste teilen. 

Denn: Die Veroneser Erzrivalen verspeisen keinen pandoro, viel mehr fressen sie Katzen.

„effetto domino“ und juric

Juli 2019 – Hellas Verona ist mit Ach und Krach zurück in die italienische Beletage aufgestiegen. Trotzdem soll ein neuer Trainer her, aus diversen Gründen.

Die Wahl fällt letztendlich auf den Kroaten Ivan Juric, seines Zeichens langjähriger Spieler von Genoa, später Trainer in Crotone und (mehrfach) erfolglos beim Genoa CFC. 

Eine Verpflichtung, die nicht unbedingt für Jubelstürme im Veneto sorgte: zu groß die Unsicherheit, zu groß das fehlende Vertrauen seitens der Fans in einen Coach, der in der Serie A bereits verbrannt schien.