„cassanata“: wenn der hahn nicht mehr fliegt

Der 6. März des Jahres 2011 stellt eine Zäsur in der ereignisreichen Vereinsgeschichte des damaligen AS Bari dar. In Udine, gelegen im Nordosten Italiens und somit eine der weitesten Auswärtsreisen für I Galletti, zu Deutsch die Hähne, setzte es letztendlich eine 1-0 Niederlage für die Pugliesi. Dass der Torschütze Udine-Legende Antonio Di Natale war, wird den Fans der Galletti heute wohl kaum noch in Erinnerung sein – viel mehr ist diese Partie aus einem anderen Grund in die Geschichte der Süditaliener eingegangen: Tatsächlich war jene Niederlage im Friaul die 1000. Partie in der Serie A für die stolzen Baresi, wenngleich man sich sicherlich schönere Umstände für ein solches Jubiläum gewünscht hätte.

Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Hähne am Tabellenende der Serie A angekommen, am Saisonende verließ Bari die Serie A als abgeschlagener Tabellenletzter mit sage und schreibe 17 Punkten Rückstand auf den geretteten Erzrivalen aus Lecce.

In der Tat stehen die Baresi auch über 10 Jahre später noch immer bei „nur“ 1010 Partien in der Serie A, der letzte Auftritt sollte ein fulminanter 0-4 Abschiedssieg in Bologna sein – nur wenige Tage, nachdem man den Giallorossi aus Lecce mit einer 0-2 Heimniederlage im Derby di Puglia zum Klassenerhalt verholfen hatte. Ausgerechnet dem Erzrivalen.

Bittere Zeiten in Bari, das seit diesen Zeiten eine unfassbare Achterbahnfahrt mit weitaus mehr Tiefen als Höhen verlebte und doch immer noch auf dem 19. Platz der ewigen Tabelle der Serie A zu finden ist.

Inzwischen kickt der Verein, der inzwischen als Società Sportiva Calcio Bari firmiert, in der drittklassigen Serie C – Girone C. Der direkte Aufstieg wurde in diesem Jahr verpasst, über die Play-Offs wahren sich die Galletti aus Bari allerdings die Chance, zumindest wieder eine erste Stufe auf der italienischen Ligenpyramide empor zu klettern.

Doch was ist zwischen jener letzten Serie A-Partie im Jahre 2011 in Bologna, der 1010. dieses glorreichen Vereines überhaupt, und Spielen in Caserta und Torre del Greco im Jahre 2021 überhaupt passiert? Und wohin kann der Weg der Biancorossi aus der apulischen Hafenstadt in der nahen Zukunft führen? Wird es weitere Partien in der italienischen Beletage geben oder wird man den Niederungen des italienischen Profifußballs treu bleiben?

mentalità calcio stellt die Ausgangssituation und deren Folgen dar und wagt einen kleinen Ausblick.

la fine di don vincenzo

Das Jahr 2011 brachte nicht nur sportliche Zäsuren für die Baresi mit sich, auch auf Ebenen der obersten Hierarchien sollte es gravierende Veränderungen geben.

Don Vincenzo, der langjährige Präsident Vincenzo Mattarese, gab seinen Rücktritt bekannt, nach einer 28 Jahre währenden Regentschaft. Schon in den Jahren zuvor kokettierte der gebürtige Pugliese mit einem Verkauf des Vereins, doch nach achtjähriger Abstinenz von der Serie A, ausschließlich in der zweitklassigen Serie B, schaffte der Klub unter Führung von Trainer Antonio Conte im Jahr 2009 den ersehnten Wiederaufstieg in die Serie A. Folgerichtig wurden mehrere Übernahmeangebote von Mattarese abgelehnt, zu vielversprechend und verlockend die Zukunft und Perspektive der Baresi, die auf ein talentiertes, vielversprechendes Team um Leonardo Bonucci und Andrea Ranocchia zugreifen konnten.

Doch leider versäumten es die Verantwortlichen, in den folgenden Serie A-Monaten nach dem erfolgten Wiederaufstieg adäquaten Ersatz für die Abgänge von Schlüsselspielern wie eben jenen beiden genannten Spielern zu verpflichten –  der angesprochene, erneute Abstieg nach eben jenen angesprochenen 1010 Partien in der Serie A war somit die logische Konsequenz.

Für Mattarese war dieser eine Abstieg letztendlich einer zu viel – er gab den Verein in die Verwaltung von Claudio Garzelli, einem früheren Fußballer, der den klammen Hähnen mithilfe eines radikalen Sparkurses den vollständigen Tod ersparen und sie anschließend wieder flugfähig machen und hinterlassen sollte – bei Hähnen ist dieses Fliegen bekanntlich ein eher schwieriges Unterfangen, so eben auch bei I Galletti aus Bari.

Aufgrund des finanziellen Engpasses wurde ein Großteil des Abstiegskaders vor der Saison 2011-12 verkauft, doch dem neuen Trainer Vincenzo Torrente drohte nicht nur aufgrund der vielen jungen Spieler, unter anderem aus dem eigenen Nachwuchs, ein Himmelfahrtskommando: Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten in Folge des Mattarese-Rückzugs starteten die Biancorossi mit sechs Minuspunkten in die Saison, eine Strafe, die später noch um zwei Minuspunkte reduziert wurde.

Dennoch: Das neu formierte Team um den wohlbekannten Francesco Caputo spielte eine mehr als solide Saison, welche der Absteiger im gesicherten Mittelfeld auf einem starken zwölften Platz mit 52 Punkten beenden konnte.

Auch in der Folgesaison 2012-13, in welcher die Baresi nun sogar mit -7 Punkten starten mussten, wurde nichtsdestotrotz ein sehr erfolgreicher zehnter Platz erreicht, dieses Mal sogar mit 53 Punkten – ohne die Bürde von -7 Punkten hätten die Galletti somit sogar engen Kontakt zu den Play-Off-Rängen gehabt.

Wer nun allerdings dachte, der Weg für die Pugliesi führe nun langsam und stetig wieder dahin, wo sie im Auge des allgemeinen Betrachters hingehören, der sei leider enttäuscht – für Bari sollte die wahre Tortur nun erst beginnen…

eredità di san nicola

Eine nicht zu unterschätzende Rolle in der jüngeren Geschichte der Baresi spielt das Stadio San Nicola. Benannt nach dem heiligen Nicola, Patron der Stadt Bari, wurde das Stadion für die WM 1990 in Italien errichtet. Soll es architektonisch an eine Blume erinnern, assoziiert man es tatsächlich eher mit einem UFO (oder einem Raumschiff: „l’astronave“) – der italienische Star-Architekt Renzo Piano lieferte jedenfalls ein Bauwerk mit maximalem Wiedererkennungswert.

Ist es heute in vielen Teilen der Welt inzwischen leider gang und gäbe, sämtliche Stadien im Zuge einer anstehenden Welt- oder Europameisterschaft von Grund auf neu zu bauen, wurde es noch Ende der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts oftmals konträr gehandhabt.

Für Italia novanta mussten von den 12 Spielstätten tatsächlich nur zwei Stadien neu gebaut werden: das wenig ruhmreiche Delle Alpi in Turin – das längst Geschichte ist – sowie eben das Stadio San Nicola in der apulischen Hafen- und Universitätsstadt Bari, das auch ein Ausrufezeichen des ganzen Südens sein sollte.

Insgesamt fünf Spiele von Italia novanta konnten im San Nicola bewundert werden, so auch jenes der Squadra Azzurra im Spiel um Platz drei gegen die englischen Three Lions. Zudem war „das Raumschiff“ Schauplatz des Champions League-Finales 1991, in welchem sich Crvena zvezda gegen Olympique Marseille durchsetzen konnte. Klangvolle Namen in klangvollen Zeiten.

Mit seinen 26 „Ausstiegsluken“, die sich gleichmäßig durch den Oberrang und das Dach des Stadions ziehen, mutet sich das San Nicola beinahe martialisch an – umso martialischer natürlich, wenn sich die Stimmen der noch heute (außerhalb von Pandemie-Bedingungen) gut gefüllten, berühmt-berüchtigten curva nord mit ihren melodischen Gesängen in eine beinahe furchterregende Lautstärke erheben.

Das Stadion verfügt über ein Fassungsvermögen von über 58.000 Zuschauern, was auf den ersten Blick erst einmal etwas überdimensioniert wirken mag.

Doch: Die so stolzen und fußballbegeisterten Baresi füllten das Stadion zu Serie A-Zeiten regelmäßig mit über 50.000 Zuschauern, die vergleichsweise hohen Kosten für Spiele und Unterhalt allgemein waren zu jenen Zeiten daher überschaubar.

Nach dem Abstieg im Jahr 2011 sowie den zunächst geringer werdenden und dann ganz ausbleibenden Investitionen von „don Vincenzo“ führte auch ein anderer Faktor zu den immer größer werdenden finanziellen Nöten der Galletti: das Zuschauerinteresse nahm schlicht und ergreifend ab, die wegfallenden Einnahmen aus diesem Bereich verschärften die Sorgen der Biancorossi zusätzlich.

Allerdings: Noch konnte der komatöse Patient am Leben erhalten werden.

il nuove nome della squadra: f.c. bari 1908

Die Saison 2013-14 verlief ähnlich wie die beiden vorherigen Jahre, allerdings verschärfte sich die prekäre finanzielle Situation immer weiter.

Anfang des Jahres 2014 beliefen sich die Schulden auf inzwischen €30 mio, folgerichtig wurde der Verein zu Beginn des Monats März im selben Jahr Bankrott erklärt.

Die folgenden Insolvenzversteigerungen verliefen zunächst erfolglos, der Club schien dem endgültigen Untergang geweiht, bis im Mai 2014 ein Konsortium um den früheren Serie A-Schiedsrichter Gianluca Paparesta den Verein erfolgreich erwerben konnte und fortan unter dem Namen F.C. Bari 1908 führte.

Paparesta läutete hierbei eine Ära tendenziell zwielichtigerer Gestalten und Unternehmen im Umfeld der Pugliesi ein, war er doch auf Lebenszeit im Zuge von Calciopoli gesperrt und durfte daher niemals wieder ein Serie A-Spiel pfeifen, was ihn aber letztendlich nicht daran hinderte, den Verein als Person des öffentlichen Lebens an vorderster Front zu übernehmen.

Tatsächlich würde Bari am Saisonende 2013-14 die Play-Offs erreichen, das Ziel Serie A schien zum Greifen nahe – unter äußerst unglücklichen Umständen schieden die Hähne allerdings gegen das zuvor besser platzierte Latina Calcio aus, vor über 50.000 Zuschauern in San Nicola.

Die nächste Saison sollte erneut unschön verlaufen, das mit großen Hoffnungen gestartete Bari landete auf einem enttäuschenden 10. Platz, nur um in der Saison 2015-16 erneut in den Play-Offs zu scheitern, diesmal an Novara.

Dennoch: Es waren vergleichsweise ruhige Zeiten in Bari, zu ruhig. Ungewöhnlich ruhig. Es musste wieder Unruhe her – azione!

Es war im April 2016, als eine Nachricht gleichwohl für große Unruhe als auch für Hoffnung im Lager der Galletti sorgte. Es kursierten bestätigte Meldungen, der Malaysier Dr. Noordin Ahmad habe 50% des FC Bari erworben – eine Meldung, die für Verwirrung sorgte, kannten doch nicht einmal malaysische „Fußballgranden“ einen solchen Dr. Ahmad.

Nach und nach kristallisierte sich allerdings ein Bild aus den vielen Puzzleteilen heraus: Ahmad schien beste Kontakte nach Italien zu besitzen, war Mitarbeiter oder Leiter des malaysischen Ablegers des Rüstungskonzerns Leonardo S.p.A und spielte keine geringe Rolle in Militärdeals zwischen Italien und Malaysia. „Ich hatte meine zweite Herzattacke in Rom, ich dachte, ich sterbe – doch die italienischen Ärzte haben mein Leben gerettet,“ so der Malaysier gegenüber Reportern in Bari, „ich wollte Italien etwas zurückgeben.“

Doch viel mehr als heiße Luft gab der vermeintlich neue Boss den Süditalienern aus Bari nicht zurück: Statt mehr oder weniger versprochenen großen Investitionen der malaysischen Regierung oder des Ölriesens Petronas kam letztendlich nicht ein Cent in Bari an – der Deal war Geschichte, bevor er überhaupt zu Stande kam.

So wurde Cosmo Giancaspro, der im Vorjahr 5% an Bari erworben hatte, alleiniger Direktor des Clubs, nachdem er mit seinem Unternehmen Kreare Impresa S.r.l. den Verein vollständig übernommen hatte.

Doch neben dem sportlich ausbleibenden Erfolg wurden Giancaspro und Kreare bald Gegenstand von Geldwäscheermittlungen, das dunkelste Kapitel der Vereinsgeschichte nahm so seinen Lauf.

filmauro e ssc bari

Am 16. Juli 2018 fällt der vorerst letzte Vorhang: Der glorreiche, stolze Verein aus der Hafenstadt an der Adria hat inzwischen wieder einen Schuldenberg von €12 mio angehäuft, mit nur einer daraus resultierenden Folge: Ausschluss aus der Serie B; eine spätere offizielle, formale Bankrotterklärung sowie die Abgabe aller Titel des Vorgängervereins AS Bari.

Aufgrund der italienischen Gesetzeslage in Form des Art. 52, Norme organizzative interne della FIGC, der es einem neuen Unternehmen (=Fußballverein) derselben Stadt erlaubt, einen bankrottgegangenen Fußballverein (=Unternehmen) in der gleichen Liga zu ersetzen, wurde jedoch ein Hintertürchen für potenzielle Investoren sowie einen Nachfolgeverein offen gelassen.

Natürlich: Ein Verein wie die Biancorossi lockte viele Interessenten an, viele Parteien witterten ein ertragreiches Investment. Nur selten gab (und gibt) es einen Verein von solcher Größe mit derartig immenser Reichweite, mit einer so riesigen Fanbasis und einem solch großen Einzugsgebiet unter diesen günstigen Bedingungen zu „erwerben“.

Letztendlich setzte sich ein Unternehmen durch, das gemäß der gesetzlichen Lage alle ausstehenden Schulden gegenüber Personen und Staat übernahm (und letztendlich ausglich): Die Filmauro S.r.l., ein wohlbekannter Name in der italienischen Fußballlandschaft, würde den nun in der viertklassigen Serie D startenden Verein übernehmen.

Das Unternehmen von Napoli-Präsident Aurelio De Laurentiis hatte mit der SSC Napoli ein ähnliches, vergleichbares Verfahren schon im, beziehungsweise seit, dem Jahr 2004 durchgeführt und erfolgreich verantwortet, das den Traditionsverein aus der Stadt am Vesuv zu guter Letzt bis in die obersten europäischen Sphären katapultierte.

Wenig überraschend daher die Wahl des neuen Namens: S.S. Calcio Bari, De Laurentiis‘ Sohn Luigi übernahm die Geschicke des Vereins als neuer Präsident. Mit einer klaren Zielvorgabe: Zurück in die Serie A, zurück zu glanzvolleren Zeiten.

Und tatsächlich: Der Meister des Jahres 1939 setzte sich in der Girone I der viertklassigen Serie D mit lediglich vier Saisonniederlagen durch, stieg so bereits ein Jahr nach der Neugründung in die Drittklassigkeit auf.

Das Filmauro tatsächlich ernst machte, zeigte der Sommer vor der Saison 2019-20, in welchem ungewöhnlich hochkarätige Spieler für die Serie C geholt wurden: Manuel Scavone kam aus Parma, Karim Laribi von Hellas Verona und Mirco Antenucci aus Ferrara, der zugleich Topscorer der Galletti wurde – wenig überraschend, hatte er doch nur Monate zuvor noch 11 Saisontore für Ex-Klub SPAL in der Serie A erzielt. Dennoch wurde man hinter Meister und Aufsteiger Reggina nur Vizemeister.

Inzwischen ist auch die Trainerposition sehr hochkarätig besetzt. Seit Februar 2021 leitet Massimo Carrera die Geschicke des Vereins; lange Jahre zum Trainerstab von Ex-Bari-Erfolgstrainer Antonio Conte gehörend, später Trainer des russischen Traditionsvereins Spartak Moskau sowie von AEK Athen.

Für den Aufstieg in die Serie B reichte dieser späte Trainerwechsel allerdings zumindest auf direktem Wege auch in dieser Saison erneut nicht: Mit großem Abstand konnte sich Ternana Calcio, die Mannschaft von Trainer und Livorno-Legende Cristiano Lucarelli, den Aufstieg sichern – die Hähne befinden sich allerdings wie angedeutet auf sehr gutem Wege in Richtung Play-Offs.

Der Aufstieg scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein. Vereinsführung, Staff, Spielermaterial – es ist alles auf die Serie B ausgelegt, wenn nicht in diesem Jahr über die Play-Offs, dann wohl in der kommenden Saison auf direktem Wege.

„cassanata“

Hinter Bari liegen ereignisreiche Jahre. Der Verein verfügt über eine glor- und ereignisreiche Historie, viele bedeutende Spielerpersönlichkeiten haben für den Club gespielt: von Thomas Doll über Marco Di Vaio, von Gianluca Zambrotta zu Nicola Ventola, von Zvonimir Boban hin zu David Platt oder wie angesprochen Leonardo Bonucci und Andrea Ranocchia.

Doch einer, einer steht für Bari wie kein anderer: Antonio Cassano. Aufgewachsen im armen Stadtteil San Nicola in Bari Vecchia, wurde Il Gioiello di Bari Vecchia schnell zu einer Ikone, einem identitätsstiftenden Hoffnungsträger der Baresi. Der Rest seiner Geschichte ist wohlbekannt.

Sein damaliger Trainer Fabio Capello, zu dieser Zeit Coach der Roma, wählte und prägte den Begriff cassanata, um sein junges Sturmjuwel aus Bari zu beschreiben: Dieser Begriff beschrieb zugleich Cassanos heißblütiges Temperament, seine Streitereien mit Trainern und Mitspielern, seine Unbeständigkeit und Wechselhaftigkeit.

Ein Begriff, den man auch auf die letzten Jahre der Galletti sinnbildlich übertragen kann.

Das letzte Jahrzehnt der Galletti war allemal cassanata – doch es gibt mehr als nur berechtigte Hoffnungen, dass die Hähne bald doch wieder das vollständige Fliegen lernen können.

Und mittelfristig nicht nur in der Serie B landen.

Der Stadt, der Provinz, dem Verein und den Menschen sei es gegönnt. Cassanata.

tifoso del verona

sr

tifoso del verona